Kaiser Pianoforte-Manufaktur
Kaiser Pianoforte-Manufaktur

Klavierbautechnik

Bruno Kaiser hatte sich schon früh zum Ziel gesetzt ein neues Klavier zu konstruieren. Schon während seiner Kindheit hätte er sich ein Klavier gewünscht, das klanglich dem Toncharakter eines Flügels nahe kommt. Das kleinere Lautstärkevolumen, das ein Klavier gegenüber einem Flügel aufweist, war nicht das was ihn störte, sondern die doch weitaus indifferentere Tonbildung im Diskant. Bei einem guten Flügel sind die Töne in diesem Bereich glasklar und sauber definiert. Die beim Klavier durch das stärkere Mitschwingen des Gussrahmens entstehenden Interferenzen kosten viel Energie, die dem eigentlichen Ton verloren gehen.

Der Grund hierfür ist, dass die im Verhältnis zum Flügel viel leichtere Gussplatte eher mitschwingt.

Die aus Billiglohnländern importierten Klaviere, mit ihrem aggressiven, metallisch harten Klang, der jedes feine Hörempfinden im Keim erstickt und die vollkommen synthetisch klingenden Digitalpianos bestärkten ihn in seinem Vorhaben.

So setzte er sich zum Ziel, ein Klavier zu erschaffen, das im Bass einen warmen, kräftigen Ton wie die Klaviere aus der Belle Epoque erzeugt, und zugleich wie ein Konzertflügel die Töne Diskant   „perlen“ lässt, . „Ich will bei meinen Klavieren das Holz singen hören“, ist das erklärte Ziel von Bruno Kaiser. Einige der alten, in reiner Handarbeit hergestellten Klaviere kamen da seinen Vorstellungen schon näher. Mit diesen Vorsätzen machte sich dann Bruno Kaiser auf um sein Ziel in die Tat umzusetzen.

Ein gutes Klavier entsteht zunächst am Zeichenbrett!

Erste Vorraussetzung zum Bau eines guten Klaviers ist eine gute Konstruktion.

Dies wurde beim Entwurf unserer Instrumente konsequent umgesetzt.  Eine vollkommen neue Mensurberechnung verleiht unseren Klavieren den ungewöhnlich klaren und frischen Klang, wie man ihn sonst nur von unseren Konzertflügeln her kennt.

Hier erkennt man, dass neben dem Klavierbauer auch der Mathematiker Bruno Kaiser am Werk war. Dank genialer Konstruktion, Modulbauweise und Direktverkauf sind wir heute in der Lage, ein hochwertiges Klavier zu einem sensationell günstigen Preis anbieten können.

Damit auch unser „Kleinstes“  ein wirklich gutes Klavier  wird, das sich von anderen Klavieren deutlich abhebt, haben wir beim Materialeinsatz nicht gespart. Wir verarbeiten hier nur die besten Materialien, die man für ein Klavier bekommen kann:

 

  1. Europäische Fichte aus Höhenlagen (über 800m) für den Resonanzboden
  2. Renner-Mechanik
  3. Diamant-Stimmwirbel
  4. Röslau Saiten
  5. Delignit-Stimmstock

 

die Renner-Mechanik

Singendes Holz

So wird in unserer Meisterklasse für den Resonanzboden nur edelstes Fichtenholz

aus Höhenlagen verwendet, das aufgrund der klimatischen Voraussetzungen besonders langsam wächst und daher sehr dichte Jahresringe aufweist, welche dem Holz hohe Biegekräfte und ideales Schwingungsverhalten verleihen.

Aber auch für unsere Klaviere aus der i-Serie verwenden wir  ausschließlich massives europäisches Fichtenholz.

 

Die später richtige Lagerung und Reifung dieses Holzes sind die tragenden Säulen unseres Klavierbaus.

Wind und Wetter, der Wechsel der Jahreszeiten, Kälte, Hitze und Sonneneinstrahlung  verändern den organischen Stoff „Holz“. Die Natur zeigt hier wieder ihre Perfektion. Die Molekularstruktur dieses Holzes passt sich perfekt diesen harten Bedingungen an. Es wird biegefester und härter, so dass auch feinste Schwingungen  aufgenommen werden können.

 

Die Wölbung des Resonanzbodens bleibt so sehr lange erhalten, was die Vorraussetzung für einen schönen Klavierklang ist. Sie werden sicherlich verstehen, dass wir hier so ein paar kleine, aber bedeutende Merkmale unserer Klaviere, insbesondere der weiteren  speziellen Verarbeitung unserer Resonanzböden als familieninternes Betriebsgeheimnis hüten möchten. Doch soviel wollen wir hier verraten, das Herz des Klaviers ist der Resonanzboden. Hier wird der Ton erzeugt.

Holzlagerung

Aufschnitt des Holzes

Rasterelektronische Vergrößerung des Tonholzes

neues Fichtenholz

 

 

Fichtenholz total eingetrocknet

 

 

 

Fichtenholz von 1740

Die rasterelektronische Vergrößerung  von Fichtenholz sollte zeigen, wie unterschiedlich die Struktur von Fichtenholz sein kann, so dass man sich leicht vorstellen kann, dass solch unterschiedliche Strukturen auch sehr unterschiedliche Schwingungseigenschaften besitzen.

 

16 to Zuglast

Das wichtigste ist es zunächst die Gesetze der Physik zu beachten. Wenn wir uns klargemacht haben, was passiert eigentlich physikalisch, wenn wir mit unseren Händen Energie an die Klaviertaste abgeben – wie viel dieser Energie wird in Schallwellen umgesetzt? So kommen wir sehr schnell auf die Formel, dass ein guter Klavierklang physikalisch nichts anderes ist, als die über unsere Hände an die Taste abgegebene Energie mit einem möglichst guten Wirkungsgrad in Bewegungsenergie des Resonanz- bodens, umzusetzen. So gilt es also, alle Möglichkeiten zu untersuchen, wo Energie verloren gehen könnte. Bei näherer Untersuchung dieser Umstände fallen sofort die folgenden Faktoren ins Auge:

 

1.     die Resonanzbodenlager

2.     ungünstige Hebelverhältnisse in Mechanik und Tastatur

3.     Reibungsverluste in der Tastatur

4.     Reibungsverluste in der Mechanik

5.     Schwingungsabsorbierung verschiedener Materialien

 

Wir haben hier die Punkte 2 bis 5 durch eine neue Konstruktion optimiert. Besonders beachtet haben wir Punkt 1, da hier die größte Menge an Energie verloren gehen kann. Da die über den Steg an den Resonanzboden abgegebene  Energie sich relativ gleichmäßig auf dem ebenen Resonanzboden verteilt, läuft auch ziemlich viel Energie nach außen, in die Bodenlager, wo der Resonanzboden fest ist und sich nicht bewegen kann.

skizzierte Darstellung der Saitenaufteilung über dem Resonanzboden

Der Resonanzboden

skizzierte Darstellung der Resonanzbodenwölbung

 

 

 

Damit wir auf diese Art nahezu keine Energie verschwenden, bedienen wir uns eines Tricks. Wir geben dem Resonanzboden eine leichte Wölbung um den Effekt eines flach auslaufenden Strandes zu nutzen.

Die Wellen am Strand werden dem Land zu immer kleiner.

Dieses der Natur entliehene System funktioniert sehr wirkungsvoll. Da die Schallwellen doch mit deutlich größerer Geschwindigkeit sich fortbewegen als das Wasser, ist eine relativ kleine Wölbung hier sehr effektvoll.

Skizzierte Darstellung von Mechanik und Tastatur

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