Kaiser Pianoforte-Manufaktur
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Restaurierung Pfeiffer 

Ursprüngliches Baujahr 1880

Ein Pfeiffer-Klavier, ursprüngliches Baujahr 1880, soll restauriert werden.

Die Detailansicht der Oberfläche zeigt deutlich, dass es hier mit einer Neulackierung allein nicht getan ist. Hier ist vorher viel Holzbearbeitung nötig.

Das Klavier wurde zerlegt und liegt umgekippt zur weiteren Bearbeitung auf einem Umlegebock. Jetzt kann man deutlich die ausgeprägten Resonanzbodenrisse erkennen. Hier kommt also nur eine Vollrestaurierung in Frage.

Zunächst mußte das Klavier restlos zerlegt werden. Dazu mußte auch der Gussrahmen ausbebaut werden.

Das Klavier liegt während dieser Arbeiten rücklings auf einem Umlegebock.

Der Resonanzboden wird nun nach der Trocknung in unserer Trockenkammer auspespänt und neu verleimt. Anschließend werden die überstehenden Späne abgestochen und abgehobelt.

Der Resonanzboden wurde in unserm Lackierraum neu lackiert.

Bevor das Klavier neu lackiert werden kann, bedarf es doch sehr vieler Vorarbeiten. Die alten Lackschichten müssen runter, Holzbeschädigungen müssen repariert  werden und vor der eigentlichen Lackierung bedarf es einer Isolationslackierung, damit sich keine unerwünschten chemischen Reaktionen durch die neue Lackierung ergeben. 

Der fertig lackierte Resonanzboden wurde, um ihn vor Beschädigung zu schützen, abgeklebt.

Nachdem der alte Lack entfernt und der Untergrund entsprechend vorbereitet ist, wurde das Klavier in unserm Lackierraum neu lackiert.

Das Lackieren war etwas aufwendiger geworden, da wir uns entschlossen hatten, die schöne Holzoberfläche nicht einfach schwarz zu lackieren. Also bekam das Klavier eine zweifarbige Optik. Das bedeutete, es mußte zweimal lackiert werden.

Der Gussrahmen  wurde neu lackiert.

Der schwere Gussrahmen wird wieder eingesetzt. Hier muß millimetergenau gearbeitet werden.

Der Gussrahmen muß so eingebaut werden, dass die Stegüberhöhung optimal ist.

Der Gussrahmen wurde eingebaut. Der  Stegdruck ist optimal eingestellt.

Nun kann das Klavier neu bezogen werden.

Das Klavier wird mit neuen Saiten und neuen Stimmwirbeln versehen.

Nachdem der Blankbezug aufgezogen ist, muß erst das Einflechtband in der Saitenanhang eingezogen werden, bevor die Basssaiten aufgezogen werden können. Das Einflechtband verhindert das Mitschwingen des Saitenanhangs.

Nun werden die neuen Basssaiten aufgezogen. Diese wurden speziell für dieses Instrument hergestellt.

Narürlich ist es auch bei den neuen Basssaiten wichtig, dass die Anzahl der Ringe auf den Stimmwirbeln homogen ist und dass diese dicht liegen, damit später eine gute Stimmhaltung gewährleistet ist. 

Das Klavier ist nun fertig bezogen. 

Nun wird das Klavier hochgezogen und gestimmt. Damit nach der Anlieferung die Stimmung stabil bleibt, wird es nun jeden Tag hochgezogen und nach einem bestimmten Verfahren überzogenen, bis nach etwa einer Woche die Stimmung stabil ist.

Erst ganz zum Schluss, wenn das Klavier komplett fertig ist, wird es vor der Anlieferung noch einmal gestimmt.

So sahen die Konsolen vor ihrer Restaurierung aus.

Die Konsolen mußten aufwendig von den vielen alten Lackschichten befreit werden.

Welch schönes Holz unter den vielen Lackschichten verborgen war, konnte man vorher kaum erahnen.

Nachdem die Konsolen aufwendig restauriert wurden, müssen sie noch eingebaut werden. Damit der Rest der neu lackierten Oberfläche dabei keinen Schaden nimmt, wurde er hierzu verpackt.

Die Restaurierung der Konsolen forderte unseren Klavierbauern ihr ganzes Können ab.

Wenn man sich die aufwendig gestaltete Form der Wangen ansieht, dann kann man sich leicht vorstellen, wie anspruchsvoll deren Restaurierung war.

Auch der Rand des Tastaturbodens verlangte größte handwerkliche Präzisionsarbeit und handwerkliche Kompetenz.

Die Pedalanlage mußte ebenfalls restauriert werden.

Erneuerung der Tastengarnierung

Bearbeitung der Tastengarnierung.

Jede einzelne Taste muß nachdem die neue Garnierung eingeleimt wurde passend gemacht werden, damit die Tasten fest geführt werden und gleichzeitig der Reibungswiderstand minimiert ist.

Eine Tangente (aus Buchenholz), Teil der Verlängerungsmechanik muß ersetzt werden.

Da solche Ersatzteile nicht mehr erhältlich sind, müssen diese Teile einzeln in Handarbeit hergestellt werden.

Bei uns muß ein guter Klavierbauer und Piano-Restaurator auch oft ein guter Feinmechanker sein.

So sieht nvvun die neu gebaute Tangente aus (rechts im Vergleich das Original). Nur noch an der helleren Farbe des neuen Buchenholzes erkennt man die nachgebaute Tangente.

Wir sind Mitglied im Bund deutscher Klavierbauer

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